Gombe Stream Nationalpark

Arusha, westlich des Mount Kilimandscharo und zu Füßen des Mount Meru gelegen, gilt als die Safari-Hauptstadt von Tansania. Nicht nur beinahe alle Safaris der nördlichen Region, des so genannten Northern Circuit, haben hier ihren Startpunkt; auch die Mehrheit der Reiseveranstalter hat sich in Arusha niedergelassen. Kaum 45min außerhalb des Stadtzentrums liegt der Arusha Nationalpark – ein facettenreiches Juwel und doch oft übersehen.

Das Naturschutzgebiet Arusha Nationalpark steht im Schatten der so berühmten Parks, wie Ngorongoro-Krater und Serengeti, die mit den “Big Five” Besucher in ihren Bann ziehen. Im Arusha Nationalpark hingegen haben Sie die Gelegenheit, echten tropischen Regenwald zu erleben und etwas abseits der Besucherströme ganz in Ruhe Fauna und Flora bewundern. Unkompliziert ist ein Tagesausflug in diesen reizvollen Park kombinierbar mit den Safaris der nördlichen Region.

Da der Park flächenmäßig überschaubar ist, kann der Besucher innerhalb eines Tages alle Besonderheiten entdecken. Eine klassische Safari im Geländewagen mit offenem Dach kann hier sehr schön verbunden werden mit einer Safari zu Fuß oder im Kanu auf einem der Seen. Lassen Sie sich diese eher seltene und spannende Möglichkeit nicht entgehen, so aktiv ganz unterschiedliche Landschaften zu erleben, sich an seltenen Pflanzen zu erfreuen und Tiere zu beobachten!

Gut zu wissen:

  • Arusha Nationalpark liegt in der Nordregion Tansanias, im Northern Circuit, in der Nähe der Stadt Arusha
  • Internationale Flugverbindungen zum/vom nahe gelegenen Kilimanjaro International Airport (JRO) und nationale Flugverbindungen vom/zum Arusha Airport
  • gegründet im Jahr 1960
  • Größe ca. 542 km² 

Lebensräume:

  • Salzseen, offene Grasflächen, dichter Busch und Bergregenwald 

Jahreszeiten:

  • Trockenzeit: Juni bis Oktober
  • Regenzeit: November bis Mai 

Aktivitäten:

  • Pirschfahrten
  • geführte Kanu-Safaris & Spazierwanderungen
  • Bergsteigen 


Pflanzenwelt:

Arusha Nationalpark ist einer der schönsten und topographisch abwechslungsreichsten Parks im Norden. Auf Grund seiner unterschiedlichen Höhenlagen und geologischen Formationen bietet der Park vielfältige Vegetationszonen. Dabei unterscheiden wir drei wesentliche Bereiche: der Ngurdoto Krater mit seinem Sumpf gefülltem Boden und umliegenden Wäldern, die flachen und alkalischen Momella-Seen und Afrikas fünften höchsten Gipfel, den Mount Meru.

Tierwelt:

Trotz seiner geringen Größe sind im Arusha Nationalpark eine Vielzahl von Wildtieren heimisch. Schon kurz nach Einfahrt befinden Sie sich im üppigen Bergwald, dem Lebensraum etlicher Affen- und Vogelarten. Beobachten Sie die anmutigen Mitis Affen, die beliebten Guereza schwarz-weißen Colobus Affen mit ihren langen Fellmänteln, erfreuen Sie sich u.a. an bunt schillernden Trogons (Nageschnäbler) und kraftvollen Turakos.

Bald ändert sich die Pflanzenwelt, der Bergwald geht über in einen Flußwald, der schließlich zum bekannten Ngurdoto Krater führt. Der Kraterboden ist vorwiegend sumpfig, jedoch mit einer großen Grasebene im westlichen Teil. Diese liebevoll “Kleine Serengeti” genannte Ebene ist die Heimat von Afrikanischen Büffeln, Buschböcken, Warzenschweinen und Zebras.

Im Norden setzt sich der Park fort mit den legendären sieben Momella-Seen (mit den so wohl klingenden Namen Big Momella, Little Momella, Kusare, Lekandiro, Tulusia, Rishateni und El Kekhotoito). Die Uferlinien sind rosa gefärbt von Tausenden von Flamingos. Die Momella-Seen werden durch verschiedene Wasserquellen gespeist, mit jeweils unterschiedlichem Mineralgehalt. Der Mineralgehalt ist entscheidend für das Algenwachstum, und so erscheint jeder der Seen in einer anderen ungewöhnlichen Farbe. Die Flamingos wiederum nutzen die Seen zur Nahrungsaufnahme, und während der Zwergflamingo alkalische Seen bevorzugt mit Cyanobakterien und Kieselalgen, ernährt sich der Greater oder auch der Rosa Flamingo von Plankton, Krebsen, kleinen Fischen und den Samen von Wasserpflanzen.

Die Momella-Seen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem des Nationalparks, sie sind Lebensraum einer Vielzahl von Wasservögeln wie Kormoranen und Pelikanen, von Störchen, Fischadlern und Eisvögeln. In den sanften, die Seen umgebenden Hügeln, sind häufig Giraffen zu beobachten.

Dagegen selten zu sehen sind Elefanten, Leoparden und Tüpfelhyänen.

Mount Meru:

Mount Meru, der im Arusha Nationalpark allgegenwärtig ist, verzaubert mit seinem nebligen Bergregenwald, bemoosten Bäumen, weithin leuchtenden Fackellilien und seiner alpinen Wüste. Das einzigartige Erscheinungsbild des Mount Meru (4566 m) ist Ergebnis eines Vulkanausbruchs, der die östliche Wand zerstört und einen hufeisenförmigen Krater zurückgelassen hat.

Und obwohl er im Bekanntheitsgrad weit unter seinem großen Bruder, dem Mount Kilimandscharo, steht, erhält er doch mehr und mehr Aufmerksamkeit. Zu Recht! Die 4-Tages-Wanderung ist wesentlich anspruchsvoller und die Aussicht ist fantastisch: zum nahen Mount Kilimandscharo und hinein in den Großen Grabenbruch. Wer Zeit genug mitbringt, kann beide Mehrtagestouren auch miteinander kombinieren und so beide Berge besteigen. Erfahrene Bergwanderer sehen inzwischen in Mount Meru eine attraktive Alternative zum Mount Kilimandscharo, mit weit weniger anderen Wanderern, größerer Herausforderung, mit mehr Ruhe und reizvollem Naturerlebnis.

Unsere persönliche Empfehlung zum Besuch des Arusha Nationalpark:

  • für Reisende, die nach einem Ausflugsziel abseits ausgetretener Pfade suchen
  • für Reisende, die während ihres 1- oder 2-tägigen Aufenthalts in Arusha eine Tagessafari unternehmen möchten
  • für Reisende, die sich langsam an Afrika und die mehrtägigen Safaris gewöhnen wollen
  • für Reisende, die nach aktiven Möglichkeiten suchen, einen Nationalpark zu erkunden 

Unterkunft in Usa River:

Usa River ist nur 45min vom Kilimanjaro International Airport (JRO) entfernt, hat sich noch immer einen eher dörflichen Charakter bewahrt und liegt nahe am Eingangstor zum Arusha Nationalpark. Unsere Empfehlungen:

African View
Lodge

Rivertrees Country Inn

Lake Duluti
Lodge

Unterkunft in der Stadt Arusha:

Arusha ist eine multikulturelle und schnell wachsende Stadt, das quirlige Stadtzentrum rund um den “Clock Tower” bietet eine große Auswahl an Hotels unterschiedlicher Kategorien. Unsere Empfehlungen:

The Outpost
Lodge

Ilboru Safari
Lodge

The African
Tulip

Unterkunft westlich der Stadt Arusha:

Westlich der Stadt, in der Nähe von Arusha Airport (ARK) und Richtung Karatu/Ngorongoro Krater ist es ruhiger; die Unterkünfte sind zumeist landschaftlich reizvoll eingebettet. Unsere Empfehlungen:

Arusha Coffee
Lodge

Katambuga
Lodge

Legendary
Lodge